Neulich bin ich über eine Internetseite gestolpert, die einem Münchener Nichtraucher gehört. Da kann man alles über die Tabakmafia finden, Formbriefe für Beschwerden an Politiker, Fotos von “jugendgefährdenden” Tabakreklameplakaten. Und Geschmacklosigkeiten wie diese:
Ludwig Hirsch war ein wunderbarer Schauspieler und Liedermacher. Seinen Tod (mutmaßlich Freitod) für eine Antiraucherkampagne zu mißbrauchen, zeigt nur eines: Daß diese Leute keinen Respekt haben. Sie behaupten, sie wollten das Leben schützen. Aber wer keinen Respekt vor dem Tod hat, hat auch keinen vor dem Leben.
Ich rauche seit fast 40 Jahren. Ich rauche nicht in Anwesenheit von Kindern. Und nicht in Anwesenheit von Nichtrauchern, es sei denn, sie gestatten es ausdrücklich. Aber ansonsten lasse ich mir von niemandem vorschreiben, wie ich zu leben habe. Und ob ich rauche oder nicht, geht außer meinen Kindern und meiner Lebensgefährtin niemanden etwas an. Schon gar nicht den Staat. All die sogenannten Nichtraucherschutzgesetze sind keine Nichtraucherschutzgesetze, sondern Rauchererziehungsgesetze.
Ich habe kein Problem damit, wenn sich eine Kneipe für rauchfrei erklärt. Gehe ich eben nicht mehr rein. Eigentlich habe ich auch kein Problem damit, daß der Staat alle Kneipen für rauchfrei erklärt – gehe ich eben gar nicht mehr in Kneipen.
Das einzige, was mir auf die Nerven geht, ist, daß manche Menschen meinen, sie müßten das Heil über den Rest der Menschheit bringen. Ist es nämlich nicht. Es ist nur ihr Heil.
Aber sie meinen es offenbar. Und zeigen nur, wie dumm und gefühllos sie sind.


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