Weihnachten droht. Unübersehbar. Seit September gibt es schon Lebkuchenherzen (die ich mag). Überall sind hier inzwischen herzige Rehlein und Weihnachtsmänner und Sterne in LED-Intensität in, an und vor den Häusern zu sehen.

Ich bin nur begrenzt weihnachtsaffin. Bei mir gibt’s keinen Kranz, keinen Baum – Bäume gibt’s auf dem Grundstück genug. Nur eine Zimtkerze (Traditionsgeschenk von meiner Schwester).

Trotzdem sollte man sich Weihnachten 2011 vormerken. Und zwar den zweiten Weihnachtsfeiertag. Da beginnt um 14.05 Uhr das Hörspiel “Bellas Briefe” von Hans Zimmer auf Deutschlandradio Kultur.

Hans Zimmer. Nein, nicht der Filmmusikkomponist aus Hollywood (der keine Noten lesen kann). Hans Zimmer aus Hannover, Theaterpädagoge, Regisseur, Autor. Und ein Freund von mir.

“Bellas Briefe” ist ein Stück für junge Leute, und es basiert auf dem einzigen Happy End, das Franz Kafka jemals geschrieben hat: Er traf in seinen letzten Jahren in Berlin ein Mädchen, das seine Puppe verloren hatte. Und er verfaßte für dieses Mädchen Briefe der Puppe, die letztendlich erklärten, wieso sie verschwunden war und warum sie nicht zurückkommen konnte – weil sie dort, wo sie gelandet war, glücklich war.

Sehr schönes Stück.

Apropos vormerken: Am Freitag lese ich aus meinem Roman im Kanapee in Hannover. Wenn Sie in der Gegend sind, schauen Sie doch vorbei. Einlaß ist ab 19 Uhr, man kann schönes Essen bestellen, die Lesung beginnt um 20 Uhr.

Reservieren kann man hier.

Ich freue mich auf Sie.