Mein Computer ist verreckt. Sieben Uhr abends (wir waren früh dran), Arbeitsbeginn, Internet aufgerufen, nach drei Minuten Stillstand. Völlig tot. Neustart. Nix. Noch mal. Nix. Aufgemacht, Lüfter ausgesaugt. Wieder zugemacht. Seitdem: gar nichts. Fährt nicht mehr hoch, das Teil. Ich habe schon den Hund ganz wuschig gemacht mit meinem Rumgefluche und Rumgestöhne.

Jetzt bin ich auf den Laptop ausgewichen. Dummerweise sind auf dem toten Rechner ein paar Texte, die ich für einen Geldverdienauftrag geschrieben und, idiotisch, wie ich bin, nirgendwo anders gespeichert habe. Und eigentlich morgen abgeben muß. Na, da werden wir uns mal einen Datenretter suchen müssen. Hoffentlich klappt es.

Die gute Nachricht:

Mein altes Hörspiel wird wiederholt. Deutschlandradio Kultur (ehemals: Deutschlandradio Berlin) bringt DIE INNENSEITE DES WASSERS noch einmal am 22. Januar 2012. Auf dem großen Sendeplatz, Sonntag, 18.30 Uhr, 90 Minuten.

So lang ist meine kleines Stück gar nicht. Deswegen hat man ihm ein anderes beigegeben. Oder, besser: Man hat dem anderen Hörspiel meins beigegeben. Denn, huhuhu, das, was zuerst läuft, ist von Samuel Beckett:  ”Bing/Losigkeit”, basierend auf zwei Prosatexten. “Bing” handelt von einem Menschen, eingeschlossen in einen gleißend weißen Kubus, “Losigkeit” erzählt von einem Menschen in einer endlosen, mit Trümmern übersäten Weite, unfähig zu gehen. Der zweite Text basiert auf dem ersten. Dauert alles ca. 43 Minuten.

Danach dann meins. So eine Nachbarschaft – da kann ich mich nur geehrt fühlen. Zu verdanken habe ich die Wiederausstrahlung (und das Honorar, das folgen wird) Uli Brinkmann, Hörspielredakteurin beim Deutschlandradio Kultur und quasi meine Entdeckerin, was das szenische Schreiben angeht.

Auf der Hörspiel-Internetseite des DLR steht:

Von Samuel Beckett und von Bert Strebe.

Da kriege ich Gänsehaut.

Den Text meines Hörspiels gibt es hier. Und unter Termine habe ich die Ausstrahlung auch schon eingetragen.